Mary Gemma O'Donnell, Zachary G. Baker
Dieses Scoping Review untersucht Erkenntnisse aus der psychologischen und medizinischen Fachliteratur zu den adaptiven Trauererfahrungen von hinterbliebenen pflegenden Angehörigen von Demenzkranken.
Zudem fasst es zusammen, wie Fachkräfte im Gesundheitswesen diese Angehörigen dabei unterstützen können, sich auf ihre Situation nach dem Tod einzustellen. Hinterbliebene pflegende Angehörige von Demenzkranken sind aufgrund der langwierigen Pflegeanforderungen und des fortschreitenden Krankheitsverlaufs besonders anfällig für eine Anhaltende Trauerstörung nach dem Tod. In der Literatur wird relativ häufig darauf Bezug genommen, dass Pflegekräfte mit Verlusten und Trauer konfrontiert sind, während die Person mit Demenz noch lebt. Hingegen gibt es nur wenige Forschungsarbeiten, die sich auf pflegende Angehörige von Demenzkranken nach deren Tod konzentrieren und die deren adaptive Anpassungsstrategien beleuchten. Die Literaturübersicht zeigte drei übergreifende Themenbereiche für eine adaptive Trauerbewältigung: 1) soziale Einbindung, 2) emotionales und spirituelles Coping und 3) die Wiederaufnahme von Aktivitäten. Angesichts der wachsenden Zahl von hinterbliebenen pflegenden Angehörigen von Demenzkranken ist es von zentraler Bedeutung zu verstehen, wie adaptives Trauern für diese Betroffenen aussieht und wie sie größtmögliches Wohlbefinden erlangen können.
O'Donnell, M. G., Baker, Z. G. (2026). "I Have Accepted My Father's Death; I was not Sad but Relieved." Adaptive Grief Responses for Bereaved Dementia Family Caregivers: A Scoping Re-view. Omega (Westport), Vol. 92, Nr. 4, S. 1958-1988. doi: 10.1177/00302228231217334.
Den Artikel finden Sie unter: https://journals.sagepub.com/doi/pdf/10.1177/00302228231217334 oder wenden Sie sich an Hildegard Willmann (h.willmann@trauerforschung.de) und nennen Sie Autor*innen, Jahr und den englischsprachigen Titel der Veröffentlichung.

