Lene Holm Larsen, Lisbeth Hybholt, Maja O'Connor
Das Duale Prozessmodell der Anpassung an einen Verlust (DPM) geht davon aus, dass es eine adaptive Oszillation zwischen verlustorientierten (LO) und wiederherstellungs-orientierten (RO) Bewältigungsprozessen gibt.
Empirische Daten stützen diese Prozesse, aber der Oszillationsprozess ist noch nicht gut erforscht. Diese Studie untersuchte die Übereinstimmung zwischen dem DPM und den Erfahrungen von Hinterbliebenen und befasste sich zudem mit den wahrgenommenen Veränderungen der Trauer im Laufe der Zeit. Unter Verwendung eines kooperativen, partizipativen Forschungsdesigns trafen sich neun hinterbliebene Erwachsene und drei Forscher neun Mal, um über Trauererfahrungen zu sprechen. Der Erkenntnisgewinn erfolgte durch kontinuierlichen Austausch und Auseinandersetzung / Reflexion der persönlichen Erfahrungen vor dem Hintergrund des DPM. Die LO- und RO-Prozesse wurden bestätigt, aber es wurde festgestellt, dass sie sich überschneiden. Auch der Oszillationsprozess, dem lernfördernde Eigenschaften zugeschrieben wurden, deckte sich mit den Erfahrungen der Hinterbliebenen. Eine Auszeit von der Trauer wurde nicht erfahren. Es zeigten sich unterschiedliche Ansichten dazu, wie und warum sich Trauererfahrungen im Laufe der Zeit verändern, wobei die Bedeutung von Akzeptanz, Lernen, Zeit und kontextuellen Faktoren betont wurde.
Larsen, L. H., Hybholt, L., O'Connor, M. (2025). Lived experience and the dual process model of coping with bereavement: A participatory research study. Death Studies, Vol. 49, Nr. 6, S. 743-754. DOI: 10.1080/07481187.2024.2355244.
Den Artikel finden Sie unter https://findresearcher.sdu.dk/ws/portalfiles/portal/292308458/Lived_experience_and_the_dual_process_model_of_coping_with_bereave-ment_A_participatory_research_study.pdf oder wenden Sie sich an Hildegard Willmann (h.willmann@trauerforschung.de) und nennen Sie Autor*innen, Jahr und den englischsprachigen Titel der Veröffentlichung.

